Jahreshauptversammlung 2022

Jahreshauptversammlung des Imkervereins Dietfurt am 04.03.2022

Dietfurt (rfs): Einen umfassenden Bericht des Vorsitzenden Helmut Graspointer gab es bei der sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung des Imkereivereins Dietfurt. Erfreut zeigte sich der Vorsitzende, dass es nach zwei Jahren erstmals wieder möglich war die Jahreshauptversammlung in Präsenz ab zu halten. Zwar waren auch die sechs abgehaltenen Meetings immer gut besucht und sehr lehrreich, dennoch ist es immer schöner, sich gegenüber zu sitzen und die Erfahrungen aus zu tauschen; meinte Helmut Graspointner. Trotz erschwerter Bedingungen wurde ein Jungimkerkurs abgehalten, der guten Zuspruch fand. Auch in diesem Jahr soll wieder eine Ausbildung stattfinden. Anmeldungen sind laut dem Vorsitzenden noch möglich. Derzeit hat der Imkerverein 90 Mitglieder, im vergangenen Jahr kamen sieben neue Mitglieder hinzu. Der Vorsitzende zeigte sich erfreut, dass gerade junge Leute wieder den Umgang mit Bienen entdecken. Den Imkereiverein sieht der Vorsitzende auf dem richtigen Weg, so möchte man vor allem beim Tag der offenen Tür und beim Christkindlmarkt wieder viele Bürgerinnen und Bürger ansprechen und dadurch Natur- und Artenschutz in der Öffentlichkeit verankern. Helmut Graspointner wünscht sich auch von privaten und städtischen Flächen, dass sie nicht so oft gemäht und auf kleinen Teilflächen und Feldrainen Blühflächen entstehen. Graspointner dankte der Vorstandschaft, allen Mitgliedern für die Erledigung der laufenden Arbeiten. Besonderer Dank galt Karl Porschert, der sich uneigennützig um die Probeimker kümmerte. Die Honigernte, so der Vorsitzende, kann für die letzten zwei Jahre als durchwachsen angesehen werden. So war der Blütenhonig noch zufriedenstellend, Waldhonig gab es jedoch kaum.

Schriftführer Erwin Zach informierte über die geplanten Aktivitäten für das laufende Jahr. So sei man bestrebt wieder die monatlichen Versammlungen in Präsenz ab zu halten. Dabei soll es im April um die Methoden der Jungvolkbildung gehen. Weiter stehen Weiterbildungsveranstaltungen zum Thema Königinnenzucht, Hygiene bei der Honigernte, und Krankheitsvorsorge auf dem Lehrprogramm. Die Öffentlichkeit soll bei einem Tag der offenen Tür im Juni mit den wichtigen Aufgaben der Bienen in für das Blühen und Gedeihen in unseren Wiesen und Feldern vertraut gemacht werden. Auch wird sich der Verein beim Volksfestauszug und beim Weihnachtsmarkt beteiligen. Der Imkereiverein wird heuer wieder einen Ausflug, voraussichtlich zur Lehrimkerei nach Veitshöchheim machen.

 

Dem Kassenbericht von Christine Pröll war zu entnehmen, dass man trotz verschiedener Anschaffungen und Unkosten für den Lehrbienenstand gut gewirtschaftet hat. Die Kassenprüfer hatten keine Beanstandungen, so dass einstimmig Entlastung erteilt werden konnte.
In einem kurzen Vortrag beschäftigte sich Karl Porschert mit den jetzt anstehenden Arbeiten zur Auswinterung und Durchlenzung der Völker. Der Winter war für die Völker sehr ungünstig. Obwohl es nicht recht kalt war, gab es seit November kaum einen Tag mit mehr als fünf Grad über Null und das macht den Bienen sehr zu schaffen. Wenn es in den nächsten Tagen etwas wärmer wird ist es notwendig, die Völker ein zu engen und für ausreichend Futter zu sorgen. Auch sollten schwache Völker zusammengelegt werden.  Wir möchten starke Völker, denn nur diese bringen Honig; betonte der erfahrene Imker.

Trotz Einschränkungen kann der Jungimkerkurs in vergangen Jahr als voller Erfolg bezeichnet werden. Auch in diesem Jahr soll wieder ein Kurs abgehalten werden. Anmeldungen sind noch möglich. Näheres auf der Seite des Imkervereins Dietfurt.

 

Franz Stephan   (rfs)     7337

Imkern auf Probe 2022

 

Monat 
FebruarErste Informationen

·         Kennenlernen

·         Ablauf des Probeimkerns

·         Ausbildungsvereinbarung

·         Imkerpaten stehen für Fragen zur Verfügung

Ab MärzJe nach Bedarf jeweils Donnerstag Abend, verteilt über das ganze Bienenjahr, etwa 2 Stunden praktische Arbeit an den Bienenvölkern

(etwa 20-25 Termine)

Ab MaiRegelmäßige Schwarmkontrolle
Juni/JuliAn einem Samstag ernten wir gemeinsam unseren ersten eigenen Honig (vermutlich 2 Termine)
Ab JuniNach Wunsch Bildung eines Ablegervölkchens

Weitere Pflege der Ableger am Lehrbienenstand

Juli/AugustAbschleudern

Varroabekämpfung

Einfütterung

Ab SeptemberWintervorbereitung
Nach Vereinbarung2 Schulungsabende Theorie
  • Du bekommst vom Imkerverein ein Probevolk an unserem Lehrbienenstand zur Verfügung gestellt, an dem du unter Anleitung deiner Imkerpaten während des ganzen Bienenjahres deine ersten Handgriffe und Erfahrungen mit einem Bienenvolk machen kannst.
  • Du darfst natürlich, anteilig unter allen Probeimkern aufgeteilt, deinen ersten eigenen Honig genießen.
  • Findest du bis Ende des Ausbildungsjahres Gefallen an der Imkerei, kannst du dein Probevolk im Spätherbst an deinen Heimatstandort holen. Nähere Informationen bei der Einführungsveranstaltung
  • Auch im zweiten Imkerjahr erfährst du natürlich noch beratende Unterstützung durch deine Imkerpaten, wenn du mit deinem Bienenvolk zu Hause auf dich allein gestellt bist und sicher noch manche Unklarheit auftauchen wird.
  • Bei unseren Monatsveranstaltungen (erster Freitag im Monat) erhalten die anwesenden Imker regelmäßig Informationen über die momentan anfallenden Arbeiten in der Imkerei.
  • Der Imkerverein bemüht sich regelmäßig um Referenten für interessante Vorträge rund um die Imkerei.

Am Ende des zweiten Jahres ist deine Ausbildung abgeschlossen: Du bist Imker!

Winterbehandlung

Bedingt durch die in den letzten Tagen durchwegs kalten Nächte dürften unsere Bienenvölker inzwischen weitgehend brutfrei sein. Es empfiehlt sich daher, in den nächsten Tagen, die erforderliche Winterbehandlung durchzuführen, damit die Bienen wieder, befreit von dem Varroadruck gesund und gestärkt den kommenden Winter überstehen. 

Erfahrungsgemäß brüten schwächere Völker etwas länger, so dass jeder Imker, der solche eingewintert hat, diese vor der Behandlung auf Brutfreiheit überprüfen sollte. Zur Not könnte man kleinere Restbrutflächen jetzt mit der Entdeckelungsgabel ausstechen, damit auch dort noch sich entwickelnde Varroen auf diese Weise vernichtet werden.