Herbstliche Blühflächen in der Landschaft

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Dietfurt (rfs): Große herbstliche Blühflächen findet man derzeit in der Landschaft. Vor allem zwischen Premerzhofen und Dürn haben die Landwirte viele Äcker mit den verschiedensten Gräsern, Sonnenblumen und Blüten angesät. Ein wunderschönes Bild zeigt sich dem Naturliebhaber in der Abendsonne. Auch die vielen Insekten und die Bienen finden daran ihre wahre Freude. Sie finden noch reiche Nahrung an Pollen und vielleicht auch noch etwas Nektar. Die Landwirte leisten damit einen großen Beitrag zur Vielfalt in der Natur. Außerdem wird der Humusabtrag durch Wind und Wetter verhindert, die Bodenfeuchtigkeit gehalten und Nitratauswaschungen minimiert.

     

 

Gesundheit aus dem Bienenstock

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Herstellung von Cremes, Seifen und Tinkturen

Dietfurt (rfs): Mit der ganzen Bandbreite von gesunden Produkten aus dem Bienenstock beschäftigten sich die Imker und viele interessierte Gäste bei der jüngsten Monatsversammlung. Vorstand Helmut Graspointner hatte dazu Corinna Stoiber aus Kötzting eingeladen. Frau Stoiber ist Apothekerin, Heilpraktikerin und für die Imker zusätzlich Fortbildungsbeauftragte. Eingangs ihres mitreißenden Vortrages stellte Corinna Stoiber fest, wo Bienen sind, da ist auch Gesundheit. So lieben wir zwar den Honig, jedoch gibt es noch viel mehr gesunde, ja heilende Produkte aus dem Bienenstock. Die Bienen haben eine 6000 Jahre alte Erfahrungsheilkunde mit der man mindestens 500 verschiedene Krankheiten, durch einen gezielten Einsatz der Bienenprodukte wie: Honig, Pollen, Propolis, Gelee Royale, Bienenwachs und Bienenluft vorbeugen, bessern, lindern oder günstig beeinflussen kann. Die Referentin zeigte auf wie eine Propolistinktur, eine Salbe, Creme oder Seife entsteht. Es gibt viele Gründe für die Selbstherstellung von gesunden Produkten aus dem Bienenstock, denn wir haben verträgliche Inhaltsstoffe, hochwertige Zutaten, Spaß an der Herstellung und keinen Abfall, stellte Frau Stoiber fest. Natürlich brauch man eine gewisse Ausstattung muss sehr sauber arbeiten und die genaue Zusammenstellung der einzelnen Inhaltsstoffe ist wichtig.

Corinna Stoiber beim Vortrag,    im Wasserbad erwärmt muss die wohlriechende Mischung fest gerührt werden.

 

Bei der praktischen Demonstration ging es dann um die Herstellung einer Propolistinktur, einer Salbe zur Wundbehandlung und einer Creme. In einer Praxisdemonstration konnte auch ein Lippenstift aus Honig, Propolis und wohlriechenden Ölen hergestellt werden, was gerade von den Damen begeistert aufgenommen wurde. Alle Zutaten, die zusätzlich zu den Produkten aus dem Bienenstock benötigt werden, können überwiegend aus dem heimischen Garten gewonnen werden. Frau Stoiber hatte für Interessierte auch einige genaue Herstellungsbeschreibungen und Rezepte mitgebracht, die sicher zu Haus ausprobiert werden. Die Referentin wies auch auf die rechtlichen Anforderungen hin, wenn eine Vermarktung geplant sein sollte. Viele Imker werden wohl ihre selbst hergestellten Cremes oder Seifen für den eigenen Gebrauch verwenden. Vorsitzender Helmut Graspointner bedankte sich für den hoch interessanten Vortrag und die Vorführungen. Er erinnerte die Imker auch, die Herbstkontrolle der Bienen nicht zu vernachlässigen.

 

Ferienprogramm

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10 interessierte Kinder trafen sich am Mittwoch, 4.Sept., mit ihren beiden Begleiterinnen zum Ferienprogramm des Imkervereins mit dem Thema „Bienen sind für die Natur lebenswichtig“ am Lehrbienenstand.

Vorstand Helmut Graspointner begrüßte die jungen Gäste, bevor Schriftführer Erwin Zach, veranschaulicht durch eine Powerpoint-Präsentation, den Kindern die Bedeutung sowohl der Wildbienen als auch die unserer Honigbienen für unsere Lebensmittel, Obst, Gemüse und Blumen erläuterte.

Weitere Besprechungspunkte waren:

  • Wann stechen Bienen? Wie verhalte ich mich bei einem Stich? Wie kann ich mich schützen?
  • Die drei in einem Bienenstock vorkommenden Wesen: Königin, Arbeiterin und Drohn, ihre Aufgaben und Leistungen
  • Was können wir selbst für unsere Bienen tun?

Im Anschluss daran entnahm Herr Graspointner einem Bienenstock eine Brutwabe mit darauf befindlicher Königin. So konnten die Kinder live die Aktivitäten eines Bien auf einer Wabe beobachten wie den Schwänzeltanz einzelner Bienen, die Eiablage der Königin, Futtereinlagerung und das ganze organisierte Gewusel, ohne dass Arbeiterinnen aufflogen. Begeistert verfolgten die jungen Gäste ohne jegliche Angst das Geschehen.

Gestärkt durch einige Brote mit schmackhaftem Blüten-, Wald- und Lindenhonig durften sich die Kinder im Anschluss zur Erinnerung eine Kerze aus Bienenwachsplatten drehen, bevor man in einem kurzen Film noch einmal die hervorragende Organisation eines Bienenvolkes, ihr Zusammenleben, die Arbeitsteilung und die Leistung der Honigbiene verfolgen konnte.