Monatsversammlung März 2026

Die Imkerei eine spannende Beschäftigung im Zeichen des Klimawandels

Dietfurt: – Die Imkerei ist sicher eine spannende Beschäftigung, die viel Können und Wissen voraussetzt und dennoch immer wieder auch für erfahrene Imker Überraschungen bereithält. So sind die Imker in diesen Tagen damit beschäftigt die Völker für das Frühjahr vor zu bereiten. Vorstand Helmut Graspointner hatte für die Monatsversammlung ein für allen Imker hochinteressantes Thema ausgewählt, „die Bienenhaltung in den Zeiten des Klimawandels“. Als Referentin konnte der Vorstand, neben den mehr als 40 interessierten Imkern, die staatliche Fachberaterin für Bienenzucht in der Oberpfalz, Renate Feuchtmeyer, begrüßen.
Gleich zu beginn seiner Ausführungen stellte die Referentin klar, dass der weltweite Klimawandel auch Auswirkungen auf die Bienen habe. Obwohl sich die Bienen als Insekten sehr anpassungsfähig zeigen habe sich durch die veränderten Wetterlagen auch die Aufgabe der Bienen verändert. Die Winter sind kürzer geworden und die Blütezeit im Frühjahr hat sich bereits um einige Wochen nach vorne geschoben. Nachdem oft schon im Frühjahr auch sehr heiße Tage zu verzeichnen sind, hat sich die Zeit in der die fleißigen Sammler Nektar und Pollen ins Volk tragen können verkürzt. Nur starke Völker bringen dann den gewünschten Ertrag. Die frühe Blütezeit hat auch den Nachteil, dass die Tage noch kürzer sind und die Flugzeit für die Bienen dadurch erheblich kürzer ist. Auch haben sich durch den Klimawandel kürzere Blühfasen bei den Obstbäumen und auch beim Rapps eingestellt. Diese Veränderung führt zu erheblichem Stress im Bienenvolk. Lange Hitzeperioden im Sommer führen auch dazu, dass bei dem Bäumen wie Fichten, Tanne oder auch Laubbäumen kein Honigtau entsteht und damit der Futterstrom für die Insekten völlig abreißt. Die Referentin stellte aber erfreulich fest, dass sowohl bei den Landwirten als auch im öffentlichen Grün positive Veränderungen sichtbar werden. So werden schöne Blühwiesen oder auch der Anbau von unterschiedlichen Feldfrüchten in der Landschaft sichtbar, die auch den Bienen und allen Insekten zum Überleben helfen. Die Referentin machte jedoch den Imkern auch für die Zukunft eine gewisse Hoffnung, denn wenn etwas Blüht und es auch Honigtau gebe, dann wird es auch weiterhin Honig geben. Dieser wird sich jedoch in seiner Zusammensetzung und im Geschmack durchaus verändern.
Renate Feuchtmeyer wies auch noch darauf hin, Bienenvölker nicht in der prallen Sonne auf zu stellen, sondern einen Schattigen Platz zu wählen. Wichtig sei auch, sich mit den sich verändernden Gegebenheit zu beschäftigen und seine Völkerführung danach auszurichten. Die Fachberaterin appellierte an die Kollegen, nicht jedes Volk im Frühjahr weiter zu führen, sondern nur starke Völker. Schwache Völker können zusammengelegt werden, auch dazu hatte Frau Feuchtmeyer interessante Vorschläge parat. Nach wie vor geht es auch um die Bekämpfung der Varroamilbe, die den Imkern das ganze Jahr Sorge bereitet.
Eine sehr interessante Diskussion schloss sich den Ausführungen der Referentin an, in der noch viele eigene Erfahrungen der Imker ausgetauscht wurden.

Bald ist es wieder soweit, dass die Bienen die Obstbäume zum Bestäuben aufsuchen und hoffentlich für eine reiche Ernte sorgen.

Franz Stephan

Monatsversammlung Februar 2026

Bienenvölker noch in der Wintertraube; Frühling bald in Sicht

Dietfurt – Die kalte Witterung der vergangenen Wochen hat die Bienen in einer festen Wintertraube gehalten. Wie der Vorsitzende Helmut Graspointner bei der jüngsten Monatsversammlung erklärte, sei die Vegetation in diesem Jahr doch etwas später dran als wir es in den vorigen Jahren gewohnt waren. Darum sei es gerade jetzt, wenn die Tage wärmer werden und die Bienen neue Brut ansetzen, notwendig, den Futtervorrat zu überprüfen und dafür zu sorgen, dass der Futterstrom im Volk nicht abreist. Weiterhin ist es nötig die Fluglöcher zu kontrollieren damit diese nicht durch tote Bienen verlegt sind. Wie der Vorsitzende betonte sei es auch notwendig, die Völker räumlich etwas ein zu engen um unnötigen Wärmeverlust zu verhindern. Laut den Erfahrungen der Imker führt ein der Volkstärke angepasster Brutraum zu einer besseren Entwicklung der Bienen. Wenn es den nächsten Tagen mit einer wärmeren Temperatur so weiter geht, ist eben eine sehr schnelle Entwicklung zu erwarten. Das Bienenvolk bezeichnete Graspointner als einen thermischen Organismus. Im Winter ohne Brut herrschen im Volk ca. 15 -25 C und wen Nachwuchs in Anmarsch ist heizen die Bienen auf 35 C auf. Wichtig sei auch den Arbeitsablauf in den Völker möglichst wenig zu stören und den Wärmehaushalt nicht unnötig zu stören. Wenn nun die ersten Sonnenstrahlen kommen, dann geht die Arbeit der Imker so richtig los. Der erfahrene Imker erkennt auch am Flugloch ob es den Bienen gut geht oder ob ein Eingriff notwendig ist. So sollten die fleißigen Arbeiter nicht unnötig gestört werden. Der Vorstand meinte jedoch, dass gerade in der ersten Zeit der Blütenentwicklung den Insekten und vor allem den Bienen viel abverlangt wird. Die Völker befinden sich von Mitte März bis Mitte April noch in der Entwicklung und werden dann erst ihre volle Entfaltung erreichen. Der Honigertrag hängt natürlich vor allem von der Stärke der Völker ab. Für die Imkerinnen und Imker ist das Frühjahr die wichtigste Arbeits- und Beobachtungszeit. Sie sollen ihre Bienen immer im Blick haben. Der Referent ging auch auf eine Verbesserung der Gesundheit und dem Gesundheitsschutz ein. Die kommenden Tage des Frühjahrs sollten die Imker auch nutzen, um alte Waben ein zu schmelzen und für die hoffentlich kommende Sommertracht Mittelwände vor zu bereiten. Bei warmen Flugwetter steht dann auch die gründliche Reinigung der Böden in Bienenvolk an. Sollte bei manchen Imkern ein Verkauf oder Kauf von Völkern, Imkergeräten anstehen, so sollte das in der Vereinsgruppe bekannt gegeben werden. Die Mitglieder diskutierten auch über die Honigvermarktung, denn jeder Imker möchten seinen Honig natürlich auch verkaufen können.

Franz Stephan

Jahreshauptversammlung 2026

Imker blickten auf ein erfolgreiches und arbeitsreiches Jahr zurück

23 Jungimker ausgebildet

Dietfurt – Die Dietfurter Imker nutzen ihre Jahresversammlung um das abgelaufene Imkerjahr Revue passieren zu lassen. Vorsitzender Helmut Graspointner freute sich über den guten Besuch und fasste in seinem Bericht die Aktivitäten des abgelaufenen Jahres zusammen. So meinte er, dass, dass durchaus von einem zufriedenstellenden Imkerjahr gesprochen werden kann. Die Honigernte war je nach Stand sehr unterschiedlich, dennoch konnten die fleißigen Sammler gerade beim Blütenhonig ihr Können beweisen. Außerdem haben die Bienen eine sehr gute Bestäubungsarbeit bei den verschiedenen Obstbäumen und Sträuchern geleistet.
Graspointner berichtete von neun Monatsversammlungen bei denen es nicht nur darum ging die Mitglieder zu informieren, sondern auch der Öffentlichkeit ein positives Bild von der Arbeit der Imker zu vermitteln. Der Vorsitzende erinnerte an das Sommernachtsfest, den Tag der offenen Tür, den Gesundheitstag und den Christkindlmarkt. Der Verein habe sich mit großem Erfolg bei diesen Veranstaltungen beteiligt und auch Werbung für das Produkt Honig gemacht. Wichtig sei immer wieder der richtige Umgang mit dem Lebensmittel Honig und deren vielfältige Verwendung, so haben sich 19 Personen auch an einem Honigkurs beteiligt und die entsprechende Qualifikation erworben. Graspointner erinnerte daran, auch im Winter nach seinen Tieren zu schauen, so werde es in den kommenden Tagen notwendig, wenn es etwas wärmer wird, den Stand des Futters zu Prüfen. Helmut Graspointner bedankte sich bei den Mitgliedern der Vorstandschaft und allen Mitgliedern für die gute Zusammenarbeit, den Helferinnen und Helfern für die tatkräftige Unterstützung bei den vielen Veranstaltungen.
Schriftführerin Birgit Sanladerer blickte in ihrem Jahresbericht ausführlich auf das ereignisreiche und erfolgreiche Imkerjahr 2025 zurück. So hat der Verein zum Jahresende 112 Mitglieder. Diese haben insgesamt 767 Völkern gemeldet, wobei die meisten Mitglieder zwischen 3 bis 6 Völker halten. Die Veranstaltungen waren immer mit 20 und 30 Personen gut besucht. Der gefährliche Baumbestand um den Lehrbienenstand wurde vom Wasser und Schifffahrtsamt zurückgeschnitten, so dass diese Gefahr beseitigt werden könnte. Wichtig sei nun auch, den Lehrbienenstand einer Sanierung zu unterziehen und die Informationstafel zu erneuern. Erfreut zeigte sich die Schriftführerin, dass der Imkerverein nun ganz offiziell als e. V. (eingetragener Verein) anerkannt wurde.
Die Vorstandschaft hat auch für das laufende Jahr 2026 wieder viele Projekte und Veranstaltungen geplant. So möchte man vor allem auch für die Öffentlichkeit das neue Imkerjahr interessant und abwechslungsreich zu gestalten. Eine Jungimker-Ausbildung wir es nicht geben, nachdem 2025 23 Jungimker ausgebildet wurden und diese auch noch im laufenden eine gewisse Betreuung brauchen. Nachdem gerade der Tag der offenen Tür auf dem Gelände des Lehrbienenstandes zu vielen Kontakten und Informationen genutzt wird, möchte man auch in diesem Jahr nicht darauf verzichten. Am 12. Juli kann sich die Bevölkerung wieder rund um die Biene und den Honig informieren.
Der Kassenbericht hatte Christine Pröll zusammengestellt, er verzeichnete einen insgesamt positiven Kassenstand des Vereins. Die Entlastung der Vorstandschaft wurde einstimmig erteilt.
Vorsitzender Helmut Graspointner stellte noch das Jahresprogramm 2026 vor. Es liegt auch in gedruckter Form vor und ist auf der Hompage des Imker-Vereins abrufbar. Zu allen Veranstaltungen sich nicht nur Mitgliede, sondern auch Nichtmitglieder herzlich willkommen.

Franz Stephan

Imkerverein Dietfurt a.d. Altmühl
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